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Kreuzbandrupturen

Kreuzbandverletzungen sind oft Folge von Knieverdrehtraumen wie sie beim Fußballspiel oder beim Skifahren vorkommen.
Während eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes fast ausschließlich ohne Operation zu therapieren ist, wird die Zerreißung des Vorderen Kreuzbandes bei sportaktivem Patienten in der Regel operativ versorgt.
 
Zwei operative Verfahren haben sich momentan bewährt. Zum einen kann die Sehne unterhalb der Kniescheibe zum Ersatz des Kreuzbandes dienen (Patellarsehnenplastik) Zum anderen kann eine lange Sehne der Kniebeuger verwendet werden, da sie funktionell für die Kniebeugung entbehrlich ist (Semitendinosusplastik).


Seit 20 Jahren hat sich die ambulante Rehabilitation in der Reha am Kaifu nach Kreuzbandeingriffen oder konservativer Therapie bewährt.

Ein von  individuell abgestimmtes Programm in Zusammenarbeit von Physiotherapeuten, Masseuren und Sportlehrern unter Fachorthopädischer Leitung von Dr. Frank Brons, sorgt für eine optimale Nachbehandlung.

Da es sich bei einer Kreuzbandruptur um eine schwerwiegende Verletzungen des Kniegelenkes handelt, die trotz optimaler Versorgung in der Regel erst nach einem Jahr die Sportfähigkeit in vollem Umfang wieder erlaubt, ist eine systematische und konsequente Rehabilitation unabdingbar.

Eine Anwendung von  Heil- und Hilfsmaßnahmen, wie  Krankengymnastik, auch Krankengymnastik am Gerät wird von Krankenkassen oft als ausreichend angesehen, dies  entspricht nicht dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der seit mehr als 20 Jahren erfolgten Praxis. Es ist auch nicht wirtschaftlich, wie es oft argumentiert wird, da verlängerte Arbeitsunfähigkeitszeiten, sowie Gelekeinsteifungen viel höhere Kosten verursachen, als durch die "Einsparung" der Rehabilitation gewonnen wird.

Neuere Erkenntnisse der Motorikforschung belegen eindeutig, daß Rezeptoren im Kreuzband einen wesentlichen Einfluß durch Weiterleitung der Informationen über Kniegelenksstellung und Zugkräfte an übergeordnete nervale Regulationssysteme nehmen.

Das Fehlen dieser Rezeptoren nach Kreuzbandersatz bedingt, trotz mechanischer Stabilität, eine massive Störung in der Koordination und Feinsteuerung der kniegelenkumgebenden Muskulatur. Dies ist nicht durch alleiniges "Krafttraining" zu kompensieren.

Der Eingriff durch eine Kreuzbandersatzplastik stellt darüber hinaus ebenfalls eine erhebliche Verletzung des Kniegelenkes dar. Da unser Körper nicht unterscheidet, ob eine Verletzung durch ein Trauma (Unfall) oder durch eine Operation erfolgte, sind die Auswirkungen gleich. Es kommt zur Schonung des Kniegelenkes und zur reflektorischen Kokontraktion (gleichzeitiges Anspannen von Beugern und Streckern) der kniegelenkumgebenden Muskulatur. Folge ist eine funktionelle Fähigkeitsstörung der Gangmotorik.

Da nach einer Kreuzbandersatzplastik die mechanische Stabilität des Kniegelenkes wieder hergestellt wurde, sind die körpereigenen Schutzmechanismen, die dazu dienen eine "Verletzung" zu schonen, nicht gewollt. Im Gegenteil, sie verhindern in der Regel eine notwendige Funktion.

Ziel der Rehabilitation ist die vollständige Gebrauchsfähigkeit der gesammten Motorik, also nicht allein die des Kniegelenkes wieder herzustellen. Hierzu bedienen wir uns spezieller Therapiekonzepte, die wesentlichen Einfluß auf die neuronale Ansteuerung der kniegelenkumgebenden Muskulatur ausüben.

Funktionelles, koordinatives Training unter Berücksichtgung alltagsrelevanter Anforderungen, bei gleichzeitigem Wissen um die phasengerechte Belastbarkeit ist der wesentliche Inhalt des Behandlungskonzeptes der Reha am Kaifu.

(Dr. Frank Brons)