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Trainingstherapie

Seit über 10 Jahren hat sich die medizinische Trainingstherapie zur Behandlung orthopädischer Krankheitsbilder bewährt. Die Trainingstherapie ist nicht zu verwechseln mit Krafttraining im Fittenszentrum, oder „Krankengymnastik am Gerät“ es ist kein „Gerätetraining“.

Als ein wesentlicher Baustein des Gesamtkonzeptes der Ambulanten Muskuloskeletalen Rehabilitation (AMR) erfolgt hier eine, nach individuellen Fähigkeitsstörungen an die Bedürfnissen des Alltags angepasste Therapie. Planung und Überwachung erfolgen durch einen Facharzt für Orthopädie. Unsere Therapeuten sind Sportwissenschaftler (teilweise promoviert) mit hoher medizinischer Kompetenz.

Zielgerichtet trainieren

Die intensive körperliche Belastung ist für die meisten Patienten neu, denn Training gehört nicht zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Die Kunst besteht darin, den Patienten für seinen Altersentsprechenden Trainingsmodus zu motivieren. Kinder ahmen Vorbilder nach, Erwachsene analysieren den Bewegungsablauf und der ältere Mensch will den nächstliegend notwendigen Schritt bewältigen. Intensive individuelle Betreuung durch fachlich und menschlich kompetente Therapeuten, ein festterminiertes Trainingskonzept und biokinetische Meßverfahren sind dabei hilfreich. Nach der erschöpfenden Auslastung der Muskeln durch systemische und überschwellige Reizsetzung kommt es zunächst zu einer Ermüdungsreaktion. Als biologische Antwort mit der sog. Superkompensation, adaptiert sich der Muskel in der Erholungsphase, meist einen Tag später.

Aufwärmen

Eine Belastung im Bereich der allgemeinen aeroben Kurzzeitausdauer mit Fahrrad-, Laufband- oder Step-Ergometer soll eine vorzeitige muskuläre Ermüdung verhindern. In dieser Intensität und Dauer erhöht sich das Energieangebot in der Muskulatur. Die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen infolge Konsistenzänderung der Synovialflüssigkeit nimmt zu. Im wesentlichen dient das Aufwärmen der mentalen und körperlichen Vorbereitung auf das eigentliche Training.

Muskuläres Widerstandstraining

Unser Alltag wird bestimmt durch ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe. Abgerufene Bewegungsmuster sind ohne Kraft und Ausdauer im Alltag nicht lange oder nicht schnell genug durchführbar. Hochwertige Übungskonstruktionen bei denen Widerstände überwunden werden müssen, die höher sind als es der Alltag verlangt dienen einer Zunahme der Muskelkraft.

Sollen Muskeln isoliert gekräftigt werden, sind präzise einstellbare medizinische Geräte mit biokinetischer Testsoftware erforderlich. Nach Auslastung der Muskulatur durch überschwellige Reizsetzung kommt es im Anschluss an eine Ermüdungsreaktion zur biologischen Adaption.
Im rehabilitativen Bereich erfolgt die Trainingssteuerung nicht über Maximalkrafttraining sondern über die subjektive Bewertung der Belastungsgrenze sowie über therapeutische Beurteilungen.